Steinzäune und Gabionenzäune

Bereits von Grund auf sind Zaungabionen bzw. Gabionenzäunen anders als Gabionen konstruiert. Statt um geschlossene Körbe handelt es sich bei Steinzäunen, wie z.B. bei dem System Pergone® von der Firma 3KS Arcadia®, um Zaunmatten.

Steinzäune kurz erklärt...

An Pfosten, welche auf Fundamente angebracht oder in die Erde betoniert werden, werden die Zaunmatten befestigt. Für weitere Stabilität bei der Konstruktion sorgen Distanzhalter, die zwischen die Zaunmatten gesetzt werden. Sie verhindern, dass der Druck, der durch die Steine nach/beim Befüllen aufgebaut wird, die Zaunelemente ausbaucht. Damit die Steine nachträglich nicht entfernt werden können, kann die Gabionenwand mit einer Abdeckung versehen werden.

Für eine unkomplizierte Kombination der Zaungabionen mit Holzelementen, gibt es bereits vorgefertigte Montagemöglichkeiten. Mit Hilfe von U-Schienen können längere Gabionenzaunanlagen leicht aufgelockert und rhythmisch unterteilt werden. Sichtschutz, aber gleichzeitig auch Durchblick ermöglichen Parallelogrammleisten. Dank der schrägen Sichtschlitze ist die Durchsicht von draußen nach drinnen minimal und von drinnen nach draußen möglich.

Gabionenzäune sind nur mit erhöhtem technischen Aufwand und nach professioneller Beratung zum Abfangen von Hängen geeignet, normalerweise sind sie freistehend. Eine vollständige Hinterfüllung ist selbst bei Sonderkonstruktionen nicht einfach so möglich. Nach Absprache und ohne technischen Mehraufwand kann für ca. 1/3 der Gesamthöhe eine einseitige Hinterfüllung erfolgen. So können maximal ca. 60 cm Erdreich bei einem zwei Meter hohen Steinzaun abgefangen werden. Damit auch bei geringer Dicke, der oftmals schmal gebauten Systeme, das richtige Befüllmaterial (Gabionensteine) gefunden werden kann, ist die Wahl der Maschenweite von Zaungabionen besonders wichtig.

Beim Befüllen von Steinzäunen ist folgendes zu beachten:

Bevor ein Gabionensystem gekauft wird, sollte man sich über das Befüllmaterial Gedanken machen. Natursteinmaterialien sind nicht in allen Größen für Zaungabionen verfügbar. Nicht nur optisch, auch technisch ist die Größe des Befüllmaterials zu beachten. Zum Beispiel gestaltet es sich schwierig, einen 13cm dicken Steinzaun mit 5 x 20 cm Maschenweite zu befüllen. Einige Kunden merken zu spät, dass das einen sehr großen Aufwand bedeutet.

 Verfügbare  Körnungen, die sich eignen:

  • 60 - 120mm – fallen zwar nicht durch Gitter, sind dafür aber kaum blickdicht, allerdings preiswert und in einer großen Materialauswahl verfügbar.
  • 50 - 80mm - passen sehr gut in die Gitter, dafür nur  z.B. in Icy Blue Marmor verfügbar, was relativ teuer ist.
  • 32 – 56 mm – theoretisch fallen ca. 50% direkt durch, lässt sich nur mit einigen Tricks und viel Zeit in den Gabionen verkeilen, ist also eigentlich zu klein...

Eine Dicke von 23 cm haben beispielsweise die Zaungabionensysteme bei einer Maschenweite von 5 x 20 cm. Dadurch können die 60 – 120 mm Gabionensteine verwendet werden. Sie stehen in großer Auswahl und vielen Farben zu Verfügung.

Eine Maschenweite von 2,5 x 20 cm schlagen wir für Systeme mit einer Dicke unter 16 cm vor. Zur Befüllung eignet sich dann Grobschotter in der Körnung 25 – 50 mm oder 32 – 56 mm.

Tipps zur Befüllung von Gabionenzäunen und Steinzäunen:

               1. Details planen

  • Die Entfernung bereits eingefüllter Steine gestaltet sich schwierig. Dafür stehen nur zwei Varianten zur Auswahl, die beide nicht besonders Spaß machen. Entweder man löst die beiden Matten komplett, dann können die Steine unten raus fallen, hierbei muss man vorsichtig sein, um keine Teile zu verbiegen oder man schiebt alle Steine wieder nach oben, um sie dort einzeln zu entnehmen.

2. Einen Auflagepunkt betonieren

  • Für Zaungabionen- und Steinzaunsystemen, die mit Pfosten und Doppelstabmatten ausgestattet sind, ist ein Auflagepunkt für Matten sinnvoll. Er sollte vor Befüllung und in der Mitte des Elements betoniert werden. Wenn man auf einen mittigen Auflagepunkt verzichtet, besteht die Möglichkeit, dass die Matten durch den Druck der Steine durchhängen.

               3. Das Ausrichten am Schluss

  • Um optisch perfekt und blickdicht zu sein, muss die Befüllung manchmal nachgerichtet werden. Hohlräume oder nicht blickdichte Stellen können sich beispielsweise unter den Distanzhaltern bilden, wenn die Befüllung in die Zaungabione eingeschüttet wird. Rausstehende Steine sollten ebenfalls reingedrückt werden. Das sorgt dafür, dass die Gabionenwand auch aus einem flachen Winkel schön und einheitlich aussieht.

Die Gestaltung mit Steinzäunen

Durch die fast grenzenlosen Gestaltungsmöglichkeiten von Zaungabionen sind sie nicht nur als bloßer Sichtschutz, sondern auch als attraktive Gartengestaltung einsetzbar. Beispielsweise gibt es bei den Befüllungen bereits eine Vielzahl an Materialien: Naturstein-Gabionensteine, Glasbrocken und künstliches Schaumglas kann verwendet werden. Auch eine mehrfarbige Gestaltung ist möglich. Es können sich das reine Zaunelement und Gabionenelement abwechseln, was sehr dekorativ wirken kann.

Weitere Gestaltungsmöglichkeiten bieten einhängbare Pflanzenkästen und LED Lichtsysteme, die als Zubehör erhältlich sind. Beleuchtet werden so Zaungabionen und Glasbrocken. Zaungabionen müssen über viele Jahre nicht gepflegt werden. Sie sind besonders leicht zu handhaben, wenn man mal an Zäune aus Holz oder hochwertigem Fensterkunststoff denkt. Immer wieder brauchen Holzzäune neue Anstriche und Zäune aus Kunststoff eine Reinigung. Zaungabionen sind dagegen pflegeleicht...